Vornamen ändern: So geht's

In Deutschland wird das Namensrecht im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) geregelt. Allerdings geht es dort vor allem um die Änderung von Nachnamen, auch Familiennamen genannt (§1616). Wer wissen möchte, wie es um die Änderung eines Vornamens bestellt ist, der sollte einen Blick in die „Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Gesetz über die Änderung von Familiennamen und Vornamen (NamÄndVwV)“ werfen. Erst 2014 wurden hier wieder kleine Anpassungen vorgenommen.

Vornamen ändern © iStock, tatyana_tomsickova

Auf den Seiten des Dienstleistungsportals von Mecklenburg-Vorpommern gibt es eine Übersicht über alle relevanten Gesetzestexte sowie Informationen, welche Unterlagen für eine Namensänderung vorgelegt werden müssen. Hieraus geht auch hervor, dass eine Vornamensänderung bis zu 255 Euro kosten kann. Wer seinen Vornamen (oder den seines Kindes) ändern möchte, muss dies mittels eines schriftlichen Antrags machen.

Welche Behörde dafür zuständig ist, kann in den einzelnen Bundesländern/Gemeinden unterschiedlich sein. Meist ist es das Standesamt. Auskunft dazu geben die Mitarbeiter der Rathäuser des Wohnortes.

Vorname ändern

Um einen Vornamen zu ändern, braucht es triftige Gründe: z. B.  wenn der Name zu Verwechslungen führt oder sehr exotisch ist. Die Verwaltungsvorschrift sagt auch, dass „Vornamen von Kindern, die älter als ein Jahr und jünger als sechzehn Jahre sind (…) nur aus schwerwiegenden Gründen zum Wohl des Kindes geändert werden sollen.“

Oft kommt es vor, dass trotz sorgsamer Auswahl des Vornamens zur Geburt des Kindes später ein Grund eintritt, warum die Eltern (oder das erwachsene Kind) den Namen ändern möchten. Z. B. wenn es zu anstößigen Wortspielen kommt, die den Namensinhaber der Lächerlichkeit preisgeben. Dabei reicht es aber nicht aus, dass sich z. B. Dennis auf Penis reimt oder Lana rückwärts gelesen Anal ergibt. Das hätten sich Eltern vorher überlegen müssen.

Schwierig zu schreibende oder auszusprechende Namen können geändert werden, wenn die Schwierigkeiten das „normale Maß“ überschreiten. Wer sein Kind „Schackeline“ nennt und meint, damit einer schwierigen Schreibweise von „Jacqueline“ ein Schnippchen geschlagen zu haben, der wird sich vielleicht später wundern, dass diese Schreibweise erst recht zu Fehlern führt und das Kind zudem der Lächerlichkeit preisgibt. Ob einer Namensänderung in diesem Falle stattgegeben wird, kommt auf die Verantwortlichen in der jeweiligen Gemeinde an. Ist man mit dem Ergebnis nicht zufrieden, kann auch der Weg vors Gericht gegangen werden.

Des Weiteren ist es nach Einbürgerungen möglich, Namen ausländischer Herkunft der Einfachheit halber zu ändern. Oft wird dies von Russlanddeutschen gewünscht, die dann beispielweise Andrej in Andreas ändern oder Ewgenij in Eugen.

Eine Namensänderung gibt es jedoch nicht sofort, bis die Anträge bearbeitet sind, kann es mehrere Monate dauern. Außerdem ist es nicht unbedingt nötig, den alten und womöglich sehr lange getragenen Vornamen komplett zu streichen. Manchmal reicht es auch, einen zweiten Vornamen hinzuzunehmen, sodass der exotische oder schwer auszusprechende Vorname nicht immer erwähnt werden muss (außer in offiziellen amtlichen Unterlagen). Auch die Schreibweise des Namens kann geändert bzw. eingedeutscht werden. Und wenn jemand „nur“ Probleme mit einem seiner vielen Vornamen hat, dann kann auch nur ein einzelner Name gestrichen werden.

Nachname ändern

Das deutsche Recht regelt im BGB den Umgang mit Namen. Es sieht keine Namens-Freiheit vor. Jeder Bürger hat das Recht auf einen Namen.

Im Rechtsverkehr kennt man Namensänderungen durch:
  1. auf Grund einer familienrechtlichen Vorschrift
  2. auf Grund einer Erklärung
  3. entsprechend dem Namensänderungsgesetz durch die Behörde

Der Erwerb eines Namens kann auf unterschiedlichen Wegen erfolgen. Bereits durch die Geburt erwirbt das Neugeborene einen Namen. Den oder die Vornamen bestimmen in der Regel die Eltern, in Ausnahmefällen der oder die Sorgeberechtigte. Der Familienname wird sozusagen geerbt. Sind die Eltern miteinander verheiratet und tragen den gleichen Familiennamen erhält diesen auch das Kind.

In Fällen, bei denen die Eltern nicht miteinander verheiratet sind oder keinen gemeinsamen Ehenamen tragen, können sie gemeinsam festlegen, welchen Familiennamen das Kind erhalten soll.

Eine erste Änderung des Namens kann erfolgen, wenn eine Änderung im Sorgerecht eintritt. Die Eltern dürfen den Familiennamen des Kindes innerhalb von drei Monaten nach der Veränderung neu festlegen. Nach Vollendung des fünften Lebensjahres muss das Kind die Namensänderung auch wollen. Es gibt eine Reihe von Sonderfällen.

Geht der allein Sorgeberechtigte Teil eine neue Ehe ein, ist es möglich, den neuen gemeinsamen Ehenamen auf das Kind zu übertragen. Es erfolgt eine so genannte Einbenennung. Der ebenfalls Sorgeberechtigte andere Teil muss zustimmen. Ein über fünf Jahre altes Kind hat das Recht, die Änderung abzulehnen. Ist es noch unter 14 Jahre alt, vertritt ein Ergänzungspfleger seine Interessen. Soll ein Kind einbenannt werden, ist eine Zugehörigkeit zum Haushalt der jetzigen Eheleute zwingend notwendig. Durch eine Einbenennung ändert sich nur der Name das Kindes. Vom Zeitpunkt der Wirksamkeit an darf es jedoch keinen anderen Namen mehr führen. Der neue Name ist unwiderruflich. Einbennenungen können jedoch mehrfach erfolgen unter der Voraussetzung, der Sorgeberechtigte Elternteil geht eine neue Ehe ein. Verwandtschaft, Erbrecht, Unterhalt, gesetzliche Vertretung oder die Staatsangehörigkeit werden davon nicht berührt. Die Einbenennung ist eine öffentliche Beurkundung. Nur ein Standesamt oder ein Notar darf sie vornehmen.

Der Name eines Kindes wird durch Adoption ebenfalls geändert. Es verliert seinen bisherigen Geburtsnamen und erhält den des oder der Adoptierenden. Auch der Vorname das Kindes kann in diesem Fall geändert werden. Dazu ist ein Antrag der Adoptiveltern bzw. des Adoptivelternteils erforderlich. Die Bedeutung einer Adoption geht weit über namensrechtliche Fragen hinaus. Die adoptierte Person wird mit allen Konsequenzen so gestellt und behandelt, als ob sie bereits ab Geburt zu der neuen Familie gehört hätte.

Eine Eheschließung zieht nicht zwangsläufig eine Namensänderung nach sich. Beide Partner können den bisherigen Namen behalten. Ähnlich ist es bei Ehescheidung. Ebenso ist es zulässig, den Geburtsnamen eines der Partner als gemeinsamen Familiennamen zu wählen. Der andere Ehepartner erhält damit das Recht, seinen bisherigen Namen dem neuen Ehenamen hinzuzufügen und als Ehe- einen Doppelnamen zu führen. Es ist sein persönliches Recht. Für Ehegatten oder Kinder ist es nicht anwendbar. Der Ehenamen muss nicht bereits bei der Eheschließung festgelegt werden.

Das Namensänderungsgesetz lässt Namensänderungen durch öffentlich-rechtliche Regelungen aus wichtigem Grund zu. Als wichtiger Grunde wird anerkannt, wenn ein Name zu Verwechslungen führt oder das Prinzip der Namensklarheit nicht gewahrt ist. Das kann bei Sammelnamen öfter geschehen. Lässt ein Name anstößige Wortspiele zu oder gibt seinen Träger der Lächerlichkeit preis, ist das ein wichtiger Grund zur Änderung.

Schwierig zu schreibende oder auszusprechende Namen sind änderbar, wenn die Schwierigkeiten das normale Maß überschreiten. Werden nach Einbürgerungen Namen ausländischer Herkunft mit geschlechtsspezifischen Endungen geführt, z. B. -owa oder der Vatersname im Russischen, ist eine Bereinigung möglich. Für Vornamen gelten die Bestimmungen sinngemäß.

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Hallöchen,

Ich würde gerne auch meinen Namen Anpassen Lassen da ich Transgender Bin Und derzeit Eine Geschlechtsangleichtung mache.

Derzeit Heise Ich Noch Jürgen (Leider) möchte aber Wenn ich Eine Frau Bin Saraya Jeanett Genannt Werden Ich hoffe das klappt alles
Saraya Jeanett | am 20.02.2018 um 15:20 Uhr
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Hallo liebe Gemeinde mit Vornamensproblemen,

Vorerst möchte ich mich an die jungen Leute unter euch richten: die meisten von euch haben ganz normale Namen. Ich kann aber auch verstehen, dass ihr mit diesen Namen schlimme Kommentare verbindet. Es heißt also: Abwarten. Ihr werdet die Schule wechseln und neue Leute kennen lernen. In eurem jetzigen Alter neigt man zum ärgern und necken. Das legt sich alles wieder. Falls ihr später immer noch unzufrieden seit, steht euch die Namensänderung zu. Die Behörden nehmen junge Mädchen und Jungen, die ihren Namen wegen Mobbing ändern wollen, sicherlich nicht so ernst, weil ihr noch zu jung seid und euch von kleineren Dingen aufbrausen lässt, wie es im jungen Alter nun mal ist.
UND JETZT zu allen anderen: Ich würde im Zweifelsfall, ob eine Namensänderung möglich ist, einfach mal bei der Behörde nachfragen und im Antrag sehr gut argumentieren.
Ich bin seit meiner Kindheit unzufrieden mit meinem namen. Liegt hauptsächlich an anstößigen Bemerkungen, nicht nur von Schülern meiner Klasse oder später meiner Kommilitonen, sondern an Lehrern, die meinen Namen vor der Klasse damals in der 6ten ausgelacht haben, hals ich mich vorstellen musste. Durch diese und diversen anderen Erfahrungen habe ich vor knapp 3 Jahren einen Antrag zur Namensänderung gestellt. Wurde abgelehnt,weil es ein gewöhnlicher Name einer bestimmten Herkunft sei (Argumentation ist natürlich top). Dennoch ließ es mich nicht in Ruhe. Ich bin aufgrund des Studiums umgezogen und habe es nun bei einer anderen Behörde probiert. Sie waren zuvorkommend und haben mir geholfen, meinen Antrag korrekt zu stellen. Dieses Mal habe ich mich ausführlicher mit meinem Namensproblem befasst und habe versucht es so gut wie möglich zu schildern. Wie gesagt, Argumentation ist alles!
Das Problem ist meistens, dass Menschen mit einem völlig gewöhnlichen Vornamen, das Problem mit einem exotischen Namen nicht nachvollziehen können. Nun warte ich. Man meinte, der Antrag würde bei meinem Namen erfolg haben. Ich bin gespannt und melde mich, soweit ich eine Rückmeldung bekomme.

PS: Auch ich bin für eine Reform des Namensgesetz. Es sollte ab einem bestimmten Alter (beispielsweise ab 18 Jahren) gewährt sein, seinen Namen zu ändern um die eigene Persönlichkeit, unabhängig von den Elten, entfalten zu können. Meine Eltern in einem Alter der Unmündigkeit entscheiden zu lassen und obendrein damit leben zu MÜSSEN ist für mich ein Verstoß. Trotzdem halte ich nichts von MEHRMALIGEN Namensänderungen, da man sich die Entscheidung gut überlegen sollte. Ein Name ist kein Kinderspiel. (ausgenommen von meiner Meinung sind Straftäter mit üblen Hintergedanken)
Ein hässlicher Vorname | am 21.01.2018 um 16:23 Uhr
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Hallo erstmal :(
Ich bin hierr hergekommen um Rat zu finden. Ich heiße zwar Hannah,möchte eigentlich Lia genannt werden...in meiner Klasse werde ich andauernd verwechselt,werde falsch geschrieben,und mein Name wird undeutlich aus gesprochen,sodass niemand weiß wer dran ist,da wir 3 Annas in unserer Klasse haben...geht es,das die Lehrer mich Lia nennen sollen,obwohl ich im Klassenbuch als Hannah drin stehe?
Hannah | am 19.01.2018 um 14:03 Uhr
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@Freyja
Mir geht es fast genau wie dir.
Ich mag meinen Namen eigentlich und will eigentlich nur die Schreibweise ändern, trotz der vielen Hänseleien.

1. Da mein Name auch immer von allen Freya geschrieben wird

2. Ich fand schon immer, dass Freya viel schöner aussieht und mit den meisten Namen vom Schriftbild her mehr harmoniert

3. Freya international bekannter ist (Amerika, England, Irland, Schottland, Australien, Neuseeland ...)

4. Ich seit 6 Jahren jeden Tag wegen meines Namens sehr mobbt werde von meinen Mitschülern, weil es wie Freier klingt

5. Ich will ihn Freya schreiben, dass die Aussprache Fre-ya deutlicher macht

6. Ich meinen Namen an meine zukünftige Tochter weitergeben will, das hat bei uns seit Urzeiten Tradition und ich meine Tochter entweder Emma, Aria oder Mila nennen will.
Emma Freya, Aria Freya und Mila Freya sehen einfach viel schöner aus, als Emma Freyja, Aria Freyja und Mila Freyja

Leider bin ich noch minderjährig und meine Eltern, vorallem meine Mutter sind mit Namensänderung nicht einverstanden.

Jedoch hat meine Mutter zugegeben, wenn sie damals gewusst hätte, dass mein Name so oft falsch geschrieben und dass ich wegen des Namens gemobbt werden würde, weil es wie schon gesagt wie Freier klingt, hätte sie sich wohl eher für Freya entschieden, aber jetzt ist es schon lange zu spät dafür.

Ich hoffe ich kann, wenn ich endlich volljährig bin, meinen Namen endlich ändern.

Liebe Grüße, Freyja/Freya
Freyja/Freya | am 07.01.2018 um 03:12 Uhr
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Hallo, ich wollte meinen namen auch immer gern ändern.
Friedrich | am 05.01.2018 um 21:51 Uhr
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