Die schönsten biblischen Vornamen

Bücher und Internetportale haben Zehntausende Vornamen für Jungen und Mädchen parat. Werden zukünftige, glückliche Eltern mit der Fülle möglicher Varianten konfrontiert, macht sich zuweilen Ratlosigkeit breit.

Biblische Vornamen © iStock, B-C-Designs

Sollen wir einen ausgefallenen, traditionellen, klassischen oder doch einen ganz modernen Vornamen auswählen? Besonders leicht ist die Entscheidung nicht - zumal unsere Kinder ihre Vornamen ein ganzes Leben lang tragen werden.

Hier sind die biblischen Vornamen eine ebenso schöne wie stets aktuelle Lösung. Namen aus der Bibel sind reich an Traditionen und trotzdem modern.

Ob Benjamin und Lea oder Sara und David – auch in mehr als 50 Jahren werden diese Vornamen immer noch einen tieferen Sinn haben.

Biblische Vornamen für Jungen und Mädchen

Biblische Jungennamen Biblische Mädchennamen
Aaron: der Erleuchter, der Bergmensch Abigal: Frau des Königs Davids
Abel: der Hauch, Nichtigkeit Ada: Mutter von Jabal und Jubal.
Adam: der Mann aus Erde Adina: die Feine, die Zarte, Edle
Andreas: der Erstberufene Anna: die Begnadete
Benjamin: das Glückskind, Sohn meiner rechten Hand Daniela: Gott ist mein Richter
David: der Geliebte Deborah: die Biene, auch Hummel
Daniel: Gott ist mein Richter Elisabeth: Mein Gott ist Sieben - die Sieben steht für Fülle und Vollkommenheit
Elias: Mein Gott ist Jahwe Esther: der Stern, die Strahlende, Leuchtende, Sternenträgerin
Gabriel: Mann Gottes, Gott ist mein Held Eva: die Belebte, die Leben schenkende,
Hosea: Gott rettet Hanna: Anmut, Liebreiz und Gnade
Isaak: Gott lächelt Johanna, Kurzform Hanna: der Herr ist gnädig
Jakob, auch Jakobus oder Jacobus: der Fersenhalter, er folgt Judith: die Frau aus Juda, Jehud
Johannes, auch Jan: Gott ist gnädig Julia: die Glänzende, Jungfrau
Jonas: der Friedliebende, die Taube Lea, auch Leah: eine der vier Erzmütter des Volkes Israel, die Ermüdete
Jonathan: Jahwe (Gott) hat gegeben Lydia: die aus Lydien stammt
Josua: Jahwe (Gott) ist Erlösung Magdalena: die aus Magdala stammt
Lukas: der aus Lukanien stammt Maria: die Mutter Jesus
Markus: der Zarte, Liebliche, auch Sohn des Mars (lat.) Mirjam: die Schwester von Moses, Prophetin 
Michael: wer ist wie Gott? Martha: die Gebieterin, Herrin,
Nathan: das Geschenk Noemi: die Liebliche
Noah: der Trost Rahel: das Mutterschaf
Paulus: der Kleine (lat.)  Rebecca: die Wohlgenährte, Fesselnde
Salomo: der Friedliche Ruth: die Schönheit, Freundschaft
Samuel: Erhört von Gott Sara, auch Sarah: die Fürstin
Saulus: der Erbetene Susanne: die Lilie
Timotheus: der Gott ehrt Tabea, auch Tabitha: die Gazelle
Zacharias: der Herr hat sich erinnert Yael, auch Jaël oder Jael: die Aufsteigerin

Namen aus der Bibel - die Variationen

Einerseits gibt es die reinen, biblischen Vornamen. Dabei haben die meisten einen hebräischen Ursprung. Schon im 12. und 13. Jahrhundert hatten sie Einzug in die deutsche Namensgebung gehalten. Damals waren es in erster Linie Namen aus dem Umfeld der Familie Jesu, beispielsweise die Vornamen Johannes oder Elisabeth - hier z.B. auch als Lilli, Bettina, Lisa und Betty.

Oft haben die hebräischen Vornamen die Silbe Jo- am Anfang, oder -ja am Ende. Hier entsteht die Assoziation zu Gott - "Jahwe". Diese Namen nennt man übrigens Satznamen.

Beispiel gefällig? Jonathan heißt in der Übersetzung: "Jahwe hat gegeben." Tobias bedeutet: "Jahwe ist gütig." Dagegen stehen andere biblische Namen ganz simpel für bestimmte Wortbedeutungen: So heißt Sara "Fürstin". Adina bedeutet beispielsweise "die Feine, die Zarte, die Edle".

In die Sammlung biblischer Vornamen gehören durchaus auch Vornamen aus dem weiteren Umkreis der Heiligen Schrift, beispielsweise von Heiligen, Päpsten und Märtyrern – wie Sebastian oder Katharina, die konstant im Trend liegen. Auch typisch katholische Vornamen sind immer wieder ein Trend.

Lange Zeit war unsere Geschichte eine Geschichte der Männer. So gibt es bei den biblischen Vornamen einen Überschuss männlicher Namen. Deshalb passen auch weibliche Variationen bekannter biblischer Namen, beispielsweise Simone oder Gabriele, gut in die Kompilation. 

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Kurze Korrektur der Namensbedeutungen:
AARON: "Groß ist der Name [Gottes]" oder "Zeltmann", wobei Zelt für Schutz steht.
ADAM: "Mensch"
ANDREAS: "der Tapfere"
BENJAMIN: "Sohn der rechten Hand" oder "Sohn des Glücks"
GABRIEL: "Mein Mann ist Gott" oder "meine Stärke/mein Starker ist Gott" gelten als wahrscheinlicher als "Mann Gottes". Ein 'Held' kommt in dem Name nicht vor.
HOSEA: "Er rettet", vermutlich auf Gott, bzw. JHWH zu beziehen.
JAKOB: "[Gott] schützt", alles andere sind Volksetymologien
JOHANNES: "JHWH ist gnädig"
JONAS: nur "Taube"
JOSUA: "JHWH ist Rettung/Heil"
LUKAS: auch: "der ins Licht hineingeborene"
MARKUS: nur "dem Mars geweiht"; keine Herleitungen von Maria
NATHAN: "[Gott] hat gegeben"
NOAH: "er ist ruhig" (gemeint ist Gott oder das Kind); "Trost" ist eine Volksetymologie
SALOMO: "vollständig", "Unversehrtheit", "Friede", "Freundschaft"

ABIGAL/ABIGAIL: "mein Vater ist Freude"
ADA: "die Geschmückte"
ADINA: ...ist in der Bibel ein Mann
ANNA: "Anmut", "Gnade"
ELISABETH: "Gott ist Sieben", "Gott ist Fülle"
ESTER: nur "Stern"
EVA: vermutlich: "Mutter alles Lebendigen", vielleicht auch von "Schlange"
JULIA: unbekannt, vllt. "Vater des Himmels/Tages" oder "mit flaumigem Haar"
LEA: verm. "Wildkuh" oder "[Gott] ist stark"
MARIA/MIRJAM: "die Widerspenstige"
NOEMI: "Liebe"
REBEKKA/REBECCA: unsicher, am ehesten: "Kuh" oder "große Geduld"
RUTH: vermutlich: "die Satte"; die Herleitung von "Freundin" ist etymologisch problematisch
Gast | am 14.04.2018 um 15:28 Uhr
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Tanja = Die Gottesanbeterin?
Tanya | am 04.04.2018 um 09:47 Uhr
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War das mit Michael eine Frage? möchtest Du die Geschichte wissen wie das kam?
Marius | am 06.02.2018 um 22:22 Uhr
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Michael bedeutet "Wer ist wie Gott?"
Thomas | am 09.01.2018 um 11:50 Uhr
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Anmut
Tirza | am 07.01.2018 um 01:25 Uhr
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